Das Digitale Zeitalter

Autor: André Grötschel (geschrieben im Jahr 2007)

Wie alles begann

Wir kennen alle die selben Probleme, nämlich Informationsknappheit, technologischer Fortschritt und wenig Freizeit. In der heutigen Zeit müssen viele Menschen Überstunden machen oder versuchen sich mit 2 Jobs oder Abendkursen weiter zu entwickeln. Wer dann Abends (oder zu einer anderen Tageszeit) seine verbliebene Freizeit genießen will, setzt sich meist vor den Fernseher (TV). Andere Menschen spielen hin und wieder ein Spiel oder lesen in diversen Büchern oder Webseiten. Jeder verbringt seine Freizeit anders, doch heute gibt es in der digitalen Welt immer mehr Angebote. Gerade das Internet ist nun zu einem Massenmedium geworden. Was es für Auswirkungen haben mag, kann man nur erahnen. Alles begann mit einer Idee und Visionen, doch heute ist der Personal Computer oder Smartphones nicht mehr weg zu denken. Viele Menschen können sich an die Zeit ohne Personal Computer und mobile Geräte erinnern. Doch was haben die Computer seit dem mit uns angestellt? Programm Abstürze, mehrfache Neustarts, tausende von Konfigurationsmöglichkeiten, und vieles mehr. Gibt es überhaupt etwas gutes daran, wenn ja wird es vielleicht nicht mit dem PC verbunden.

Zum einen gibt es den Konsum, wo man alles bekommen kann was einem gerade in den Sinn kommt. Hier sei „shoppen“, lesen, hören und auch „gucken“ zu nennen. Was im Detail durch bekannte Namen umschrieben werden kann. Zum shoppen nutzten wir Onlineshops (z.B. Amazon) oder Auktionsbörsen (zB. eBay). Lesen kann man so gut wie alles, von schlichten Webseiten, über Foren bis hin zu Nachschlagewerken (zB. Wikipedia). Es gibt viele Kommunikationsmöglichkeiten, die meist durch eMail, sofortige Nachrichtenübermittlung (Instant Messaging) oder anderen Chat Systemen (IRC, Facebook, Twitter) genutzt werden kann. Neuerdings gibt es auch die Sprache über das Netzwerk (Voice over IP), dass aber nun von einigen Providern wieder gesperrt werden soll und teilweise wird (in mobilen Geräten).

Für diejenigen Menschen, die ihre Werke (Text, Lieder. Bilder) veröffentlichen wollten, hatten es früher sehr schwer. Doch nun helfen diverse Upload (Hochladen) Service Seiten (früher waren es kostenlose Webhoster), darunter fallen auch viele Bilder und Video Galerien (Flickr, YouTube). Alles im allem ist vieles einfacher geworden. Das Internet ist nun überfüllt und es gibt sehr viele geklonte Webseiten oder Service Angebote.

Vor einigen Jahren wollten viele Menschen im Internet präsent sein, heute ist es der Alltag. Doch außer der Verfügbarkeit hat sich viel geändert. Der Internet Explorer von Microsoft ist nicht mehr Alleinherrscher der Browser, der abgesplitterte Mozilla Firefox ist eine starke Konkurrenz. Doch genau dieser verursacht die Monopolstellung nur umzudrehen, den es kommen zur Zeit einige Anwendungen auf Webseiten Basis raus, die ausschließlich auf dem Firefox laufen. Nicht nur die Betrachter haben sich geändert sondern auch der Aufbau der digitalen Welt. Sollte das Netz der Netze mal komplett frei und für jeden zugänglich sein, gibt es viele bezahlte Angebote.

In der Spiele Szene waren früher nur einige Menschen online unterwegs, heute ist die elektrische Sport Welt schon ein Millionen Geschäft. Vor 4 Jahren sind so genannte Clans aus dem Boden geschossen, nun sind einige Welt berühmt. Eines ist aber nun anders, die Zahl der Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiele (MMORS) ist drastisch gestiegen, bzw. deren Spieler (zB. World of Warcraft mit ca. 6 Millionen Spielern weltweit, davon sind ca. 1 Million Deutsche). Hier kann man im Grunde sein gesamtes reales Leben verbringen, es werden immer wieder neue Level, Missionen, Aufgaben oder ähnliches erstellt, dass es nicht langweilig werden kann. Hat man sich früher mit Pac-Man oder Tetris beschäftigt, werden heute nur noch reale Grafik und Physik Spiele akzeptiert.

Entfernt man sich aus der Spiele Welt und kommt wieder in die Welt des ehemaligen www oder .com wird man diese Begriffe kaum noch hören oder lesen. Jetzt gibt es nur noch Web 2.0 und programmähnliche Webseiten. Wer noch nie was davon gehört hat, steht nun auf den Schlauch, es gibt keine eindeutige Beschreibung. Web 2.0 soll im Grunde nur ausdrücken, dass die Webseiten nicht mehr statisch und aus einer Hand (Person) sind, sondern super dynamisch (also am besten in Echtzeit Reaktionen verursachen) und sich zu einem sozialen Netzgeflecht zusammensetzt. Die Web 2.0 Webseiten sollen mehr oder weniger zu Konten Punkten werden, auf die jeder zu unterschiedlichen Angeboten oder zusammengesetzten Angeboten Zugriff hat.

Technisch versierte Personen denken bestimmt nun an AJAX, Wikis, Weblog Systeme, ob aber dies alles gewesen sein soll, weiß keiner. Eines kann man dieser Web 2.0 Welle aber zu Gute halten, der alte Grundgedanke des World Wide Web ist damit ein Stück weiter verwirklicht worden. Hinzugekommen sind aber die so genannten multimedialen Möglichkeiten, die durch Schlagwörter sich besser einteilen lassen: Podcast und Videocast. Dies sind wahrscheinlich die ersten Versuche netzwerkfähige mobile Multimedia Anwendungen anbieten zu können, die sich zur Zeit nur auf den Anbieter Apple beziehen. Dies ist mal wieder eine Monopolstellung. (Nachtrag 2013 v.A. Podcast sind auf allen Plattformen angekommen und erfreuen sich sehr hoher Beliebtheit)

Durch Wikipedia hat sich der Begriff Wiki schnell in unser Sprachgebrauch eingelebt. Wikis sind Webseiten, die von den Benutzern nicht nur gelesen, sondern auch geändert werden können. Nachdem Wikipedia so berühmt geworden ist, haben sich tausende von Klonen, sowie Kopien entwickelt, die bis jetzt nur ein Schattendasein genießen. Einen Vorteil haben diese digitalen Sammelstellen schon, man braucht sich nun keine Wissensbücher mehr zu kaufen. Aber halt, man soll nie einer Quelle Glauben schenken,bzw. ratsam wäre unterschiedliche Wissensquellen vergleichen. So bleibt nur noch ein Gebiet übrig und zwar die Aktualität der Artikel, sowie die schnelle Bearbeitung der Texte, wenn diese Fehler aufweisen oder unzureichend Informationen liefern. Ein anderer Trend verursachen die Weblogs. Diese sind nun so beliebt, wie früher allgemein Webseiten es waren. Im Grunde weisen sie nur chronologische Einträge oder Beiträge auf, die meinst kommentiert werden können. Technisch vergleichbar mit Wartungsprotokollen oder Tagebüchern. Viele Menschen sehen diese Art der Veröffentlichung als partizipativer Journalismus. Eine Tätigkeit des Bürgers, der eine aktive Rolle in der Recherche, des Berichtens, des Analysierens, sowie des Verbreitens von Nachrichten einnimmt. Jedoch nutzen auch viele Organisationen diese Art der Verbreitung ihrer Mitteilungen. Die Blogsphere ist die gesamte Welt um die Weblogs, ihre Interessen und Inhalte sind noch schnelllebiger als die der Webseiten. Mit Hilfe von sozialen Lesezeichen (durch Schlagwörter mehrfach nutzbare Lesezeichen) Webseiten (digg, yigg) werden diese oder andere Themen in Sekunden schnelle an eine Vielzahl an Nutzern übermittelt. Gleichzeit bestimmen die Leser dieser Lesezeichen welche Themen interessant sein können, die dann auf der ersten Seite auftauchen.

Ein Bereich wurde bis jetzt vernachlässigt, der Bereich der die vielen Informationen von den Millionen Seiten filtert, die Suchmaschinen. In der westlichen Welt wird man Google, als die Top Suchmaschine nennen, in asiatischen Ländern wahrscheinlich eigene Nationale Anbieter. Diese Suchmaschinen haben eines gemeinsam, sie bestimmen was die breite Masse lesen darf, bzw. welche Seiteninhalte als Top 10 gelten. Suchmaschinen haben den großen Nachteil, dass sie meist den Suchenden enttäuschen. Oder man verbringt viele wertvolle Stunden, um die vielen Treffer zu beurteilen. Weiterhin versuchen die hinter den Suchmaschinen stehenden Firmen, so viele zusätzliche Angebote, bzw. Dienste aus einer Hand anzubieten, was mal wieder zu einer Konzentration der Angebote verursacht. Was somit mal wieder eine Monopolstellung ist (Nachtrag 2013 v.A. mittlerweile trifft dies auch auf Facebook zu).

Entfernt man sich etwas von Internet, so findet man das Thema Operating System (Betriebssystem). Microsoft versucht das was es nie versucht hatte: das perfekte System. Apple hat ein Betriebssystem geschaffen, dass alle möglichen Spielereien nutzt, die Microsoft nun versucht umzusetzen. Ob an der Aussage, dass Vista (das neue System von MS) zu 60% neu geschrieben werden soll, was Wahres dran sein könnte, soll hier erstmal nicht geklärt werden. Vielmehr wäre es schon eine Enttäuschung, da die Firma schon einige Zeit daran arbeitet. Diese neue bunte Oberfläche sehen sich viele Menschen mit gespaltener Meinung an, zum einen sieht es ganz nett aus, jedoch nicht immer Alltags tauglich. Gerade die hohen Systemleistungen (Voraussetzungen) verursachen vielen Kopfschmerzen (Anmerkung 2013 v.A. MS hat Vista doch neu schreiben müssen und es als Win7 herausgebracht, wobei MS mit Win8 nun schon wieder nicht alles richtig machen konnte. ...).

Der eigentliche Konkurrent ist nicht Apple, zumindest nicht im Personal Computer Betriebssystem Sektor, sondern Unix und GNU/Linux. Viele behaupten heute noch, das GNU/Linux für Anfänger (oder nicht Computer Freaks) nicht geeignet ist, obwohl sich viele Menschen sehr viel Mühe gegeben haben, dies zu ändern. Dieses Betriebssystem ist ein freies System, dass heißt es gibt auf diesem System keine Einschränkungen,man kann alles mit allem tauschen oder alles an seine Bedürfnisse anpassen. Und genau dies mach dieses System so flexibel, dass es wieder zu viele Möglichkeiten bietet, womit viel Einsteiger überfordert sind. (Anmerkung 2013 v.A. nun denn, mit der Valve Steambox kommt nun eine Spielekonsole auf Linuxbasis, Apples IOS und Andriod basieren teilweise auf Unix bzw. Linux)

Alles im Allem ist die digitale Welt stark vernetzt und sehr schnelllebig, wie sich diese weiterentwickeln wird, bleibt in den Sternen verborgen. Die Informationsflut die diese Welt ermöglicht, wird mit keinem bis jetzt bekannten Medium erreicht. Aber eins ist schon Mal voraussehbar, ein Alltag ohne Computer und Internet können sich kaum noch Menschen vorstellen und es ist gerade mal der Anfang (Vergleich zu den Automobilen nach 20 Jahren).