Das Digitale Zeitalter 2

Autor: André Grötschel

Zeitgeist, Entwicklung und Trends im Jahr 2008

Es gibt immer wieder neue Entwicklungen. Im Grunde existiert in unserem Universum kein Stillstand, keine Pause und zur Zeit auch kein Rückwärts. Wer als Mensch in einer Gesellschaft den Entwicklungen folgen möchte, muss vorher den Zeitgeist kennen. Hinzukommt ein Teil der Vergangenheit um daraus Trends herauszulesen. Doch wir leben in einer Zeit wo täglich mehr Informationen produziert wird, als ein einziger Mensch in einem Monat aufnehmen kann (Informationsexplosion). Vor wenigen Jahren konnte jeder solche Informationen aus den Zeitungen und Fachschriften entnehmen. Diese liefern auch weiterhin, wobei heute sich nur digitale Werke schnell weiterverarbeiten lassen. Somit ist zur jetzigen Zeitebene nur das Medium Internet oder eher gesagt ein Paket basiertes digitales Medium Protokoll dazu im Stande. Zeitgleich bildet sich ein weiterer Trend an, die sogenannte freie Kultur. Die Vorreiter waren die Freibeuter, Freiheitskämpfer und zum Teil Wissenschaftler und Entdecker die gegen der allgemeinen Meinung, der Religionen oder Herrscher waren. Nachfolgend könnte die Gleichstellung der Frau zur weiteren Phase zur freien Kultur gehören. Zudem wären zeitgleich die Forschergrundsätze und Menschenrechte auf dieser Zeitachse.

Aus den Forschergrundsätzen entstand z.B. die BSD Lizenz und somit auch der erste Schritt zur Open-Source Bewegung. Die mit der GPL und den vielen anderen dazu beigetragen hat, dass Computer Programme von einer Vielzahl von Programmieren erschaffen wird. Das besondere an diesen Menschen ist meist die Idee Dinge zu erschaffen, die diese selber brauchen und jeden frei zur Verfügung stellen, falls jene anderen gleiches brauchen. Man nehme das was man findet, nutze es, erlerne es, erweitere es und gebe die Änderungen weiter. Übertragen wurde dieses Prinzip dann mit Hilfe der Creative Commons auf Musik, Bild und Film. Parallel wurde der Vertrieb über gesagtes paketbasiertes Protokollmedium eingeführt. Zu diesem wurde die zuerst für meist illegal genutzte Peer2Peer Technik hinzugenommen. Dies kann der geneigte Leser zum Beispiel an den Projekten Miro (frei), Joost (unfrei) testen.

Der übergreifende Trend ist hierbei die Dezentralisierung der Informationen, Erstellung und Beschaffung. Auf der re-publica 08 wurde dieses Thema teilweise aufgegriffen. Dort war die vorherschende Meinung, dass die Werkzeuge zur Publikation und Herstellung den so genannten Normalbürger zur Verfügung stehen. Jedoch wären die Schnittstellen und Übertragungswege zu den Empfängern noch nicht frei. Auch hier wurden einige Initiativen ins Leben gerufen, die bekannteste deutschsprachige ist Freifunk.

Die Veränderungen übersteigen schon heute die Wahrnehmungen der meisten Menschen. Doch der aktuelle Trend mit Hilfe von Feeds, Microblogging und Kurzmeldungen wie Twitter zeichnen einen weiteren Schritt auf. Dieser Schritt könnte die Nachrichten Welt nachhaltig verändern. Die eins als Nachrichten in Echtzeit beschriebene Idee wird in einer anderen technischen Form auf die Welt kommen. Um dieses besser zu verdeutlichen, muss zuvor die Vergangenheit näher betrachtet werden.

Computer Vergangenheit

Eine kleine Zusammenfassung der Geschichte des Computers hinsichtlich der Verarbeitung von Programmen und der Erstellung von Software. Am Anfang wurden Abläufe der Mathematik exakt formuliert. Danach konnten mechanische Maschinen Algorithmen durchführen. Vor einigen Jahrzehnten wurden durch diese mechanischen Geräte die Berechnungen von mathematischen Formeln vereinfacht. Später hat die Entwicklung jener Maschinen einen weiteren Schub bekommen. Dies endete somit bei der Leibniz-Maschine und dem Schachcomputer. Zu dieser Zeit nutzte die Welt Lochkarten, unter anderem auch Musikbänder als Speichermedium. Der Höhepunkt dieser Entwicklung waren die Relais basierten Rechenmaschinen.

Geschichte Computer

Die Computer fingen an als einfache Additionsrechner, steigerten sich durch die Konrad Zuse Relais-Maschine. Doch der größte Durchbruch kam durch die „von Neumann Architektur“. Die darauf folgende Erfindung des Transistors und die damit erstmalig genutzten integrierten Schaltkreise gelten als grundlegend und dienen als Basis des Computer. Die Geburtsstunde der Mikroprozessor Architekturen war somit erreicht. In vielen Büchern stehen die Einzelheiten, auf die an dieser Stelle verzichtet wird. Die heutigen Computer weisen echtes Multitasking und Time-Sharing auf, das fast zur gleichzeitigen Verarbeitung von Programmen führt. Zudem sind seit einiger Zeit sogenannte Multi-Kern CPUs auf dem Markt. Diese führen nun wirklich gleichzeitig unterschiedliche Programmprozesse aus (Anmerkung Autor: Es gab auch schon zu Lisp Zeiten parallele Verarbeitung).

Geschichte Sprachen

Zur Geschichte der Programmiersprachen sei angemerkt, das es weit über 300 Sprachen gibt. Die hier aufgeführten Sprachen spiegeln die wichtigsten Etappen der Sprachgeschichte wieder. Wobei auf die unterschiedlichen Dialekte nicht näher eingegangen wird. Die wichtigste und maschinennahe Sprache (-gruppe) ist Assembler. Die ersten höheren Sprachen sind Fortran, Cobal und Lisp. In der heutigen Zeit spielt Basic kaum noch eine Rolle, doch damit hat Microsoft angefangen. C wird heute meist als Alternative zu Assembler angesehen, um den Quellcode relativ Plattform übergreifend zu nutzen. Zudem wird mit C heute immer noch der größte Teil von zeitkritischen Anwendungen erstellt. Wer etwas mehr Komfort beim Programmieren haben möchte, nutzt meist C++ oder Java,.Perl galt als wichtigste Scriptsprache, die heute meist nur noch in älteren Programmen zu finden ist.In der modernen Anwendungsentwicklung verwendet man hauptsächlich Objective C, C#, C++, Java und Python, Ruby, Javascript.

Retrospektive

Abschließend kann nur noch ein Rat auf den Weg gegeben werden. Wie nun in der zukünftigen Fortentwicklung die freie Kultur und Gesellschaft aussieht, mag heute keiner klar vorhersagen. Doch der Trend der frei zugänglichen schnellen Kurzinformationen, die dezentral eingespielt und abgerufen werden können, ist schon längst im jetzigen Zeitgeist. Wer heute mit der Zeit oder eher vor der Welle sein möchte, muss Nachrichten sehr frequentiert aufnehmen. Der größte Unterschied zur früheren Informationsbeschaffung ist die permanente Mitteilungspflicht.