Das digital Zeitalter 4

Autor: André Grötschel (geschrieben im Jahr 2008)

Unkonzentrierter Internetnutzer

Macht uns das Netz unkonzentrierter, zerstreuter und dümmer? „Schnell danach im Netz der Netze suchen, vielleicht findet man eine Antwort.“ Die Menschen, die im Netz unterwegs sind, verweilen nicht lange an einer Stelle. Durch die Hypertext-Links kann jeder schnell hin und her springen. Doch, ob davon beleiben Schäden entstehen, ist natürlich noch nicht bekannt. So betrachtet die Forschung heute Personen, die es nicht mehr schaffen ein gesamtes Buch zu lesen oder alternativ nimmt die Konzentration zu bestimmten Tätigkeiten ab.

Darüber hinaus fragen die meisten Menschen zuerst eine Suchmaschine, als sich selber ein paar Gedanken zu machen. Dagegen zuhalten wäre jedoch, dass heute so viele Informationen an einen einzelnen Menschen herangetragen werden, wie niemals zuvor. Schlussendlich befindet sich der Suchende auf einem Seil, von dem dieser abrutschen kann oder zu einer anderen Seite gelangen kann. Wie dies nun bei jedem einzelnen aussieht, ist bestimmt ungewiss. So kann das Thema und die Einzelaspekte nicht generalisiert und verallgemeinert werden.

Wir leben in einer Welt in der unsere Konzentrationsfähigkeit immer gefragt ist. So befinden wir es als Alltag, wenn es überall klingelt, piept und blickt, zudem ständig Posteingang, Online-Ticker überfliegen und die Kommentare des Weblogs zu überprüfen. So versetzt der Moderne Mensch sein Gehirn in einen permanenten Stresszustand.

In verschiedenen Studien sollen Büroarbeiter im Durchschnitt nach 11 Minuten bei ihrer Tätigkeit gestört werden, dazu zählt Telefon, Kollegen, eMail. Zu dem ist die Arbeitsweise im Internet flacher für unser Gehirn. Das zeigt sich dadurch, dass wir alles binnen Sekunden finden können, die Informationen somit konsumieren oder als Lesezeichen abspeichern. Dabei analysieren, verarbeiten und memorieren wir diese Informationen nicht mehr.

Wobei ich zugestehen muss, dass ich mit meinen 100 Text und 50 Podcast Feeds (Anmerkung Autor 2013: Dies stimmt nicht mehr, es sind weniger. Wobei einige andere Personen heute weit mehr als die genannten Zahlen aboniert haben.) genügend Informationen bekomme, statt alles mir anzuschauen und erst recht nicht alles dauerhaft zu verarbeiten. Wobei die Verarbeitung der Informationsnachrichten in der Art und Weise des früheren Zeitungslesens ahnelt. Hier aboniert sich der Leser mehrere Quellen und überfliegt die Headlines und piekt sich die Rosinen heraus.

Jedoch ist das Internet (die Informationsportale) ein Wissensmedium, doch die Bedienungsanleitung fehlt noch, um der schieren Masse der Reize und Oberflächlichkeiten nicht zu erliegen. Entscheidend bleibt die Medienkompetenz, die Fähigkeit mit solchen Informations- und Kommunikationskanälen richtig umzugehen.

In den letzten Abschnitten ging es um die beidseitige Betrachtung des Themas, dieses um paar Hilfestellungen, um zusätzlich nicht in eine Produktivitätsfalle zu kommen. Am Computer arbeitende Menschen befinden sich meist im Irrtum, wenn Sie meinen, Sie seien durch die Verwendung des technischem Hilfsmittels produktiver.

Wer kennt es nicht, Wissen ist Macht! Heute ist Wissen in Form Verfügbarkeit in Bibliotheken und dem Internet allgegenwärtig, doch gleichzeitig wächst das Wissen exponentiell an. Wissen an sich ist heute keine Macht mehr, wie es vor einigen Jahrzehnten noch war. Hier sei anzumerken, dass organisiertes und anwendbares Wissen zukunftssicherer und vor allem produktiver für uns Menschen wird. Gerichtete Informationen nach dem Ziel oder einem Leitfaden, einige nennen dies auch Vision, wird immer wichtiger. So sollten jegliche Handlungen und Tätigkeiten mit dem Leitbild vereinnehmbar sein.

Um produktiv zu sein, sollten Dinge einfach und überschaubar, jedoch nicht zu kompliziert angewandt werden. Weiterhin sollten Zyklen zur Erholung oder zum strikten Arbeiten eingeführt werden. So wirkt man der Reizüberflutung entgegen.