Mediation - Methode der Sozialen Arbeit

Einleitung

In der Geschichte der Menschen tauchen immer wieder Konflikte und Streitigkeiten untereinander auf. Konflikte sind ein normaler Bestandteil unseres Lebens. Ungelöste Konflikte oder solche, die zur Unzufriedenheit von einem der Betroffenen gelöst werden, verursachen langfristig Probleme. Oft fordern sie einen hohen emotionalen Preis und bleiben nicht ohne Folgen für die Beziehung der Konfliktbeteiligten. Meist wird versucht die bestehenden Probleme auf gegnerschaftliche Weise zu lösen. Attacken lösen Gegenattacken aus und Angriffe führen dazu, dass der andere sich verteidigt. Die Suche nach dem Schuldigen/Verantwortlichen nimmt zentrale Bedeutung ein. Der/die Lösungsversuch/e endet im Kampf, bei dem es schließlich nur noch darum geht, entweder zu gewinnen oder zu verlieren. Gegenseitige Akzeptanz und Vertrauen schwinden. Hilf- und Sprachlosigkeit machen sich breit. Meist fühlen sich alle Beteiligten schlecht und sind unzufrieden. Dies muss nicht zwangsweise so fortgeführt werden. Es gibt verschiedene Methoden um Konflikte zu lösen, ohne das eine Person verliert. Der folgende Text behandelt zuerst die Hintergründe der Mediation über die Geschichte der Konfliktlösung. Weiterhin werden Grundlagen der Mediation behandelt, dazu zählen die Anwendungsmöglichkeiten und die Tätigkeiten der einzelnen beteiligten Personen. Diese Information sind für die spezielle Anwendung der Mediation in Schulen notwendig, dies nennt man Schulmediation. Dabei ergeben sich einige Fragen, eine wäre zum Beispiel: Was für Grundvoraussetzungen geschaffen werden müssen, um diese / eine spezielle Methode der Konfliktlösungen anzuwenden (?).

Hintergrund der Mediation

Der Ursprung des Begriffes Mediation kommt aus den Vereinigten Staaten (USA), jedoch wird es vom lateinischen Wort "medius" abgeleitet und dies bedeutet“ zwischen zwei Ansichten oder Parteien die Mitte haltend, einen Mittelweg einschlagen, sich neutral, unparteiisch verhalten". Das Modell dieses Begriffes kommt aus fernöstlichen und afrikanischen Kulturen und hat somit eine Jahrtausend alte Geschichte. Noch heute werden in China Konflikte mittels Mediation erfolgreich gelöst. Der Hintergrund dazu ist, das fernöstliche Kulturen ihre Identität durch ihre Beziehungen im sozialen System definieren. Bevor die USA diese Konfliktlösung bei den Amerikanern verwendete, wurde diese vereinzelt in anderen Völker- und Religionsgruppen erfolgreich praktiziert. So haben chinesische Einwanderer eigene Mediationszentren erstellt. Die Mediation wurde aufgrund der überlasteten Gerichte der 70er Jahre eingeführt. In Deutschland wurde erst in den 80er Jahren die Mediation als eine alternativ Methode der Bearbeitung von Konflikten aufgegriffen. Man unterscheidet unterschiedliche Formen der Konfliktregelung, zum einen das Verhandeln der Beteiligten Konflikt Personen. Zum anderen den Streit zwischen den Personen, sowie das Richten und / oder Schlichten durch eine dritte Person. Wobei es den Rahmen des Rechtssystem unterliegt. Mediation stellt eine Möglichkeit dar, Konflikten auf Kooperative Weise zu begegnen und mit Hilfe einer neutralen dritten Partei gemeinsam nach konstruktiv – kreativen Lösungen zu suchen. In erste Linie geht es darum, die vorhandenen Interessen und Bedürfnisse zu befriedigen. Ziel ist es Lösungen zu erarbeiten, die die Beleidigten als fair und gerecht empfinden.

Die vier Konfliktregelungen

Im Leben eines Menschen entstehen immer wieder Situationen in denen sie mit anderen Menschen in Konflikte geraten. So sieht diese Person ihre Rechte angegriffen oder hat Ärger mit einer einer anderen Person. Wenn ein Konflikt entsteht, muss es aus mehreren Konfliktsubjekten (wer?) und mindestens einer Konfliktursache (warum?) bestehen. Um einen Konflikt zu lösen, dass heißt ihn wieder zu beenden, steht einem Menschen mehrere Möglichkeiten zu Verfügung. Die erste Möglichkeit einer Konfliktregelung ist, das aufeinander treffen der Konfliktsubjekte und das Verhandeln um die Ursache. Diese Ursache sollte dann von beiden zu einer annehmbaren Situation (Harmonie) verhandelt werden. Jedoch scheitert oft diese Methode, da sich jede Konfliktparteien auf ihr Recht beruft. Dieses Verfahren nennt sich auch außergerichtliches Verfahren. Es spielt meist nur in der Ehe und in Familien Situationen eine Rolle. Die verstärkte Form vom Konflikt ist der Streit, dieser ist von beiden Personen sowie außenstehenden leichter als dieser zu erkennen und hat mit einem offensichtlichen Problem zu tun. Sollten beide Parteien ein Konflikt nicht alleine lösen können, schlägt das Justizsystem vor, den Konflikt zu schlichten oder gar zu richten. Dabei wird zwischen Vergleichsgesprächen und dem Prozeß unterschieden. Die Vergleichsgespräche werden über Anwälte geführt, die aufgrund ihrer Ausbildung den Sachverhalt auf die Rechtsanwendung notwendigen Tatsachen reduzieren. Diese werden dann mit der Gegenpartei verglichen und eine darauf basierende Lösung gefunden. Gerichtsprozess

Der Prozeß ist ähnlich aufgebaut, jedoch wird noch eine weitere Person, den Richter, benötigt. Er urteilt darüber welche der beiden Parteien Recht oder Unrecht hat. Bei dieser Konfliktregelung sind oft die Bedürfnisse der Parteien nicht erfüllt worden, da ein unparteiisches und gerechtes Urteil ausgesprochen worden ist. Die Ursache des Konfliktes und die Gefühle der Menschen werden nicht behandelt. Ein anderen Weg nimmt da die Vermittlung, die von einer außenstehenden Person übernommen wird. Diese Vermittlung soll den Konflikt und die Meinungsunterschiede unter den Betroffenen besser regeln. Man versucht eine wechselseitige Lösungen zur Zufriedenheit aller, dass bedeutet das die Bedürfnisse jedes Individuum berücksichtigt werden. Dies kann deswegen gemacht werden, da die Parteien ihre Entscheidungsbefugnis behalten, dass bedeutet das der Inhalt des Streites und somit auch die Lösung frei gestaltet werden kann. So sind die Lösungen besser als die Urteile an die Parteien zugeschnitten. Die Mediation wird als Prozess der Konfliktbewältigung verstanden. Bei dem Mediationsprozess können Anwälte hinzugezogen werden. Da dieser Mediationsprozess konkrete Grundvoraussetzungen braucht, muss im Vorfeld oder erst in der ersten Sitzung, Regeln aufgestellt und geklärt werden.

Anwendungsmöglichkeiten

Wann sollte die Mediation angewandt werden? Wenn es zu konfligierende Interessen zwischen Personen kommt und eine weitere Kommunikation möglich ist. Jeder Teilnehmer sollte für Kompromisse offen sein und seine Positionen anpassen können. Es sollte zu einer Wechselwirkung zwischen vorläufigen Angeboten und Gegenangeboten kommen. Beide Parteien müssen das Endergebnis akzeptieren und es vertreten, sowie respektieren. Um die Vermittlung (Mediation) in einer Struktur zu verstehen, kann man diese in Phasen einteilen. Da es kein Standard für die Phasen gibt, können es unterschiedlich viele Phasen geben. Um einen Betrachter eine grobe Struktur zu vermitteln wird eine 7 Stufige Technik dargestellt Der Betrachter kann dann diese Struktur nach belieben anders gestalten.

Unterteilung in Phasen

Die erste Phase wird kurz „Einführung“ genannt, hier werden Strukturen des Zusammentreffens und Schaffung von Vertrauen ausgehandelt und erstellt. Hierbei entsteht auch ein Vertrag/Regelwerk, der die Vereinbarungen für den weiteren Verlauf deklarieren. Was Mediation ist, muss vielen Menschen in dieser Phase erstmal das Verfahren beschreiben und erklären. Mediationsprozess

Dabei sind auch Fragen zum Preis, Anzahl der Sitzungen und Alternativen an zusprechen. Die zweite Phase ist das Darstellen von Tatsachen, Fakten und Hintergründe. Dabei wird es von mehreren Seiten betrachtet, so das die jeweils andere Partei die Beweggründe des anderen verstehen kann. Wobei die Informationen neutral begutachtet und neutral behandelt werden. Die gegebene Information nutzen beidseitig die Parteien in der dritten Phase. Dort werden Optionen und Alternativen der Lösung ausgearbeitet, Problemfelder angesprochen, wobei das Problem hier die Anerkennung der anderen Position ist oder voraussetzt (Phase 4). Wurden Lösungswege aufgezeichnet, ermöglicht es den Parteien Schritt für Schritt ihren eigenen Weg und Entscheidungen zu finden. Daraufhin sind die erzielten Vereinbarung schriftlich festgehalten (Phase 5) und ihnen zur Überprüfung zu übergeben (Phase 6). Sollte die schriftlich fixierten Vereinbarung einwandfrei und ihren eigenen Zielen und Werten entsprechen, wird das Verfahren beendet. Die siebte und letzte Phase ist der Vollzug der Vereinbarung, dabei können noch kleinere Veränderungen mit einfließen, die durch letzte Überprüfung zu passende Lösungen führen. Die 7 Phasen benötigen Richtlinien zur einem einwandfreien Ablauf des Mediationsprozesses.

Richtlinien des Mediationsprozesses

Es ist wichtig das alle beteiligten Personen freiwillig teilnehmen, da durch Zwang meinst nie eine harmonische Lösung geschaffen werden kann. Weiterhin sollte der Mediator neutral sein, zwar darf er eine eigene Meinung vertreten, diese soll unter keinen Umständen in den Mediationsprozess einwirken. Sollte es zu Ethik Fragen oder vergleichbaren Fragen kommen, womit der Mediator nicht einverstanden ist, sollte er im Interesse der beteiligten Personen den Mediationsprozess beenden und an einen anderen Mediator verweisen. Weiterhin sind eigenverantwortliche Interessen der Konfliktparteien zu vertreten. Es kann zu Kommunikationsschwierigkeiten kommen, wenn ein Interesse einer dritten oder weiteren Person vertreten werden. Ein Mediator muss dafür sorgen, das jeder die Tragweite und die Informationen bewusst versteht. Dadurch werden Fehlinformationen und Gerüchten, sowie nachträgliche Konflikte vorgebeugt. Alle Informationen um den Mediationsprozess, der Personen und der Konflikte selber sind Vertraulich zu behandeln. Dadurch kann man ein Ziel der Mediation herstellen, dass eine „Einvernehmliche bindende und zukunftsorientierte Lösung“ am Schluss des Prozesses entsteht.

Aufgaben des Mediators

Die Aufgaben des Mediators sind zum einen „zukunftsorientierte Lösungen für Sachprobleme“ anzubieten. Diese werden jedoch im Mediationsprozess mit den Konfliktparteien zusammen erarbeitet. Dadurch ist der Mediator ein aktiver Verhandlungsführer zwischen diesen Personen. Ein Mediator ist Geber für Hinweise auf Fakten, Regeln und Normen. Er prüft die Fakten auf Glaubwürdigkeit nach den Sachverhalten. Weiterhin werden mit den Regeln, die meist Gesetze sind, ein Rahmen geschaffen, der eingehalten werden muss. Sollten vergleichbare Sachverhalte in der Vergangenheit passiert sein, kann der Mediator diese in den Mediationsprozess mit einbauen. Damit es zu keinen Fehlinformationen kommen kann, versucht der Mediator Interpretation und Reformulierungsmöglichkeiten der Aussagen für beide Konfliktparteien vorzugeben. So werden die Standpunkte besser vermittelt. Sollten diese nicht realitätsgetreue Positionen darstellen sollte der Mediator eingreifen.

Schulmediation

In der heutigen Zeit wandert die Erziehung immer mehr von den Eltern weg, sodass die Kinder ihre Konflikte in der Schule durch Gewalt lösen. Üblicherweise reagiert eine Schule mit Ordnungsmaßnahmen gegen den Schüler, der als Täter bekannt wurde. Diese Maßnahmen werden von Lehrern und Schülern angezweifelt, ob diese ihre Wirkung erfüllen. Damit in den Schulen die Konflikte bewältigt werden können, nutzen viele Schulen ihre gesetzlichen Handlungsspielräume aus. Es sind unterschiedliche Konzepte erstellt, die im Umgang durch Gewalt geschaffen und umgesetzt wurden. Dabei wird die Schule in diesem Kontext nicht mehr als isoliertes System betrachtet, sondern ein Teil der Gesellschaft. So vermitteln die Schulen nicht nur Wissen, auch werden vermehrt Erziehungs- und Bildungsprozesse mit einbezogen. Ein Konzept war die Schulmediation, das bundesweit in Schulen als Versuch eingeführt wurde. Die Schulmediation ist eine Sonderform der Mediation, hierbei handelt es sich um eine Mediation unter Schülern an Schulen. Freiwillige Schüler, die neben dem Schulunterricht, die Aufgabe eines Mediators (Konfliktlotsen) übernehmen. Diese Schüler haben meist eine halbjährige Ausbildung gemacht, die von Psychologen oder erfahrenen Mediatoren betreut wurden. Die Schulmediation legt das Hauptaugenmerk auf Schülerkonflikte. Dabei werden nicht nur die Konflikte selber gelöst, sondern es werden auch Sozialkompetenzen vermittelt.

Mediation in der Schule

Anfangs waren es freiwillige Schüler der 8. oder 9. Klasse die eine Mediationsausbildung genossen haben. Durch kleinere Versuche wurde das Schlichten bis in die 3. Klasse herunter gesetzt. Ein Vorurteil wurde dem entgegen gesetzt, dass Kinder mit der Aufgabe überfordert wären. Doch es stellte sich heraus, dass Kinder sehr wohl dazu in der Lage waren. Die Schüler bilden eine peer-group um gemeinsam Gespräche zu führen. Die Probleme die dort besprochen werden, sind meinst Themen die die Schüler einem Lehrer nicht erzählen wollen. Eine weitere Methode auf die gesetzt wird, ist den Kindern einige Rituale zu vermitteln. Diese Rituale sollen als Handwerkszeuge dienen, um Lösungen für einen Streit zu finden und Erfahrungen, auf die sich in Konfliktfällen zurückgreifen lässt. Die Einführung der Schulmediation in Schulen muss längerfristig durchdacht und vertreten werden, da die Umsetzung hohes Engagement erfordert. Es kann bis zu 5 Jahren dauern bis die Umsetzung erfolgreich verläuft.

Die Ausbildung

Für die Grundlage der Ausbildung der Schüler sind einige Lehrer, die vor ihren Schülern ein Kurs in Schulmediation oder einen in Streitschlichten besucht haben. Diese Lehrer werden dann die Betreuer und zugleich Ausbilder der Schüler in der Schulmediation sein. Die Lehrer sind weiterhin für die Koordination und schwereren Fälle zuständig. Wobei die Peer-Mediation für ein leicht erlernbares und anwendbares Modell steht, verfügt nicht jeder Schüler von Anfang an über alle Voraussetzungen. Deswegen sollten die Schüler folgende Kompetenzen ausweisen. Die Schüler sollten das Vertrauen der Parteien aufbauen und sie in ein faires Mediationsverfahren einweisen. Sie sollten verschiedene Probleme in unterschiedlichen Situationen bewältigen können. Weiterhin verfügen sie über Sozialkompetenzen, die sich meist als Freude am Umgang mit Menschen äußert. Ihr sicheres auftreten und das methodische aufbereiten von Wissen helfen den Schülern. Durch Rollenspiele oder an Hand kontroverser Themen oder Fallbeispiele werden die Schüler auf den Prozess der Konfliktlösung und Schlichtung vorbereitet.

Rahmenbedingungen

Auch die schulische Mediation kann an ihre Grenzen stoßen. Die Schulmediation erfasst nur einen Teil schulischer Konflikte und nicht alle Formen von Gewalt. Sie muss immer wieder durch andere Maßnahmen unterstützt oder ersetzt werden.

Liste der Anwendungsmöglichkeiten

  • schulische Probleme
  • außerschulische Probleme
  • Lehrpersonal Probleme
  • soziales Umfeld
  • usw.
  1. Streitschlichtung / Mediation erübrigt sich, bei Bagatellen und wenn die Streitenden den Konflikt spontan selbst lösen können.

  2. Streitschlichtung bietet sich in der Regel an bei Rangeleien, Beschimpfungen, Sachbeschädigungen, Unterrichtsstörungen, Vordrängeln, Nichtmitspielen lassen, Auslachen, Hänseln, Petzen, Missachten von Regeln, Einschüchtern von Mitschülern, Schikanieren, Verängstigen, Mobbing.

  3. Streitschlichtung ist nicht geeignet bei verhaltensauffälligen Schülern, antisozialen Persönlichkeiten, kriminellen Taten, außerschulischen Einflüssen (Eltern, soziales Umfeld, Medien), Macht- oder Hierarchiefragen, Streitigkeiten über Werte und Normen, Konflikten zwischen Lehrern und Schülern, Verstößen gegen Gesetze und Verordnungen (nicht verhandelbar), Konflikten zwischen mehr als zwei Personen, Täter-Opfer-Konstellationen.

Grenzen von Mediation an Schulen

Das Verfahren der Vermittlung in Konflikten muss ihre eigenen Grenzen kennen. Wie schon erwähnt ist Mediation nicht auf jede Art von Konflikten anwendbar. Da in dem schulischen Alltag viele Unterschiedliche Situationen existieren, ist durch die leicht anwendbaren Prinzipien einige Ansatzpunkte gegeben. Diese Prinzipien können somit auf weitere Felder angewandt werden, die Entscheidungsprozesse beinhalten. In diesem Kontext lernen immer jüngere Schüler die Fähigkeiten oder werden als Grundlagen vermittelt, sodass im Streit einvernehmliche Lösungen geschaffen werden können. Da die Schule nur einen kleinen Teil der Gesellschaft darstellt, muss auch die Schulmediation ihre Grenzen einhalten. So muss darauf geachtet werden auf welche Fälle sie angewandt wird. Vor allem muss überprüft werden, ob konkurrierende rechtliche Verfahren der Konfliktlösung einen übergeordneten Vorrang haben. Es kann durchaus sein, das die Mediation als pädagogisches angelehnte Verfahren zurück treten muss. Eine weitere Grenze mischt sich in die Integration der Mediation in das allgemeine Verständnis, darum sollte der Status der Integration bekannt sein. Die Mediation braucht ein höheren Grad der Selbstständigkeit, sodass die Akzeptanz einer größeren Selbstständigkeit und Autonomie der Schulen eingeräumt werden muss.

Qualitätsstandards der Schulmediation

Um die Qualität der Schulmediation zu behalten oder zu steigern, werden Informationsveranstaltungen für Schüler, Eltern und Lehrern veranstaltet. Weiterhin werden pädagogische Konferenzen oder Studientage für Lehrkräfte abgehalten. Die Lehrkräfte weisen eine 24-32 Stunden umfassende Ausbildung, die für die regelmäßige Begleitung der Schülermediatoren notwendig ist. Den Schülern werden im Rahmen von Unterrichtsfächern oder Projekttagen Sozialkompetenz Trainings angeboten. Des Weiteren hilft die kontinuierliche professionelle Begleitung durch Coaching, Interversion oder Supervision den Schülern. Ein eigenständiger Raum mit den Arbeitsmitteln trägt der Qualität mit bei. Um nachhaltige Wirkungen zu erreichen wird die Schulmediation in das Schulprogramm und Schulentwicklungskonzept eingebunden. So werden in den Eingangsklassen die Eltern mit Information versorgt. Es werden Bestandsaufnahmen von Schulmediationprojekten erstellt, damit eine vergleichbare Bewertung stattfinden kann. Daraus entstehen differenzierte Beschreibungen von ausgewählten Projekten in verschiedenen Bundesländern.

Zusammenfassung und Ausblicke

Was für Grundvoraussetzungen geschaffen werden müssen, um diese / eine spezielle Methode der Konfliktlösungen anzuwenden (?). Diese Frage kann nun jeder selber beantworten. Obwohl die Mediation viele Vorteile mit sich bringt, ist das größte Problem die Akzeptanz in der Bevölkerung. Jedoch steigt die Verbreitung der Mediation gerade wegen der Schulmediation und den damit verbundenen Projekten in allgemeinbildenden Schulen. Die Konfliktparteien haben im Vorfeld sich auf eine gewaltfreie und zukunftsorientierten Konfliktlösung geeinigt. So müssen alle beleidigten Personen mit dem Mediationsprozess und der daraus resultierenden Lösung einverstanden sein. Die Schulmediation wird in naher Zukunft in den meisten Schulen Einzug erhalten. Somit könnten durch die Kinder die Akzeptanz in der Bevölkerung gesteigert werden. Konflikte wird es jedoch immer geben, doch könnte hier der erste Grundstein für einer Gewalt freieren Gesellschaft gelegt worden sein.

Literaturliste

  • Prof .Dr. jur. Roland Proksch Kooperative Vermittelung (Mediation) in steitigen
  • (1. Auflage 2001) Familiensachen (Verlag W. Kohlhammer Stuttgart)

  • Prof .Dr. jur. Roland Proksch Praxiserprobung von Vermittelung (Mediation) in steitigen

  • (1. Auflage 1998) Familiensachen (Verlag W. Kohlhammer Stuttgart)

  • Cierpka, M, Schick, A& Ott, I. Abschlußbericht zum Modellprojekt Faustlos (Universitäts-

  • (2001) klinikum Heidelberg)

  • Hoyningen-Huene Mediation, Eine Alternative zum gerichtlichen Verfahren, in: JuS

  • (1997) [Fachzeitschrift Juristische Schulung], S. 352ff (Verlag C. H. Beck)
  • Telefongespräche: mit Bundesarbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation, Vertreter des Schulamtes der Stadt Wilhelmshaven